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Der Erste Weltkrieg

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Am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand unterzeichnet. Am 9. November wurde die Republik durch Scheidemann ausgerufen, die Regierung wurde von Friedrich Ebert, der der sozialdemokratischen Partei angehörte, gebildet. Der Kaiser flüchtete auf den Rat Hindenburgs nach Beginn der Novemberrevolution ins Exil nach Holland und dankte am 28.11.1918 durch Thronentsagung ab.

Am 18. Januar 1919 traten in Paris die Vertreter von 32 Staaten unter dem Vorsitz des französischen Ministerpräsidenten Clemenceau zu einer Friedenskonferenz zusammen. Die Verlierer des Krieges waren Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich (Türkei). Deutschland wurde die alleinige Kriegsschuld zugewiesen. Die Sieger des Krieges waren Frankreich, England und die USA. Am 7. Mai 1919 legten die Siegermächte ohne Verhandlungen den Versailler Vertrag vor, der die Reparationsleistungen festlegte. Deutschland verlor Elsaß-Lothringen an Frankreich. Einige Ostgebiete (Posen, Westpreußen, Teile von Ostpreußen, Ostoberschlesien) mußten an Polen abgetreten werden als polnischer Korridor. Deutschland verlor alle Kolonien an die Siegermächte. Die Kriegs- und Handelsflotten in Deutschland mußten verkleinert werden. Das Rheinland mit seinen industriellen Ballungsgebieten und Kohlevorkommen wurde durch Frankreich für 15 Jahre besetzt. Das Saargebiet mit seinen Kohlevorkommen wurde zur Ausbeutung der Kohlevorkommen für 15 Jahre unter Kontrolle des Völkerbundes gestellt. 50 km rechts des Rheins durften keine deutschen Truppen stationiert werden. Deutschland mußte Reparationszahlungen an die Siegermächte zahlen. Nordschleswig war an Dänemark abzugeben. Eupen und Malmedy gingen an Belgien.

Die Heeresstärke wurde auf 100 000 Mann begrenzt. Die allgemeine Wehrpflicht wurde verboten. Schwere Waffen, Panzer, Flugzeuge, U-Boote und Schlachtschiffe waren verboten. Die Überwachung übernahm eine alliierte Kommission.

Viele Industrieanlagen, Maschinen, Transportmittel, Farbstoffe, Chemikalien wurden durch die Siegermächte beschlagnahmt und in Deutschland abgebaut bzw. abtransportiert. Alle Handelsschiffe über 1600 Tonnen wurden beschlagnahmt.

Der Kampf gegen das “Schanddiktat” des Versailler Vertrages, von den bürgerlichen und rechten Parteien zur nationalen Pflicht erhoben, durchzog die gesamte Geschichte der Weimarer Republik und war mit einer der Gründe für ihren Untergang.

Das Gedenken an die Ursachen und Folgen, hier des Ersten Weltkrieges, muß in unserem Bewußtsein wach gehalten werden. Alle sollten gegen erste Anzeichen von radikalen Tönen, die Haß anstatt Versöhnung predigen, aufstehen und schon im Ansatz Widerstand leisten.
  
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