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Bilanz des
Krieges:
Soldaten der Mittelmächte 24,2
Millionen
Soldaten der Alliierten 42,9
Millionen
Gefallene der Mittelmächte 3,2 Millionen
davon 1,8 Millionen Deutsche
Gefallene der Alliierten 5,4
Millionen
Kriegsgefangene Deutsche 995
000
Kriegsgefangene Alliierte 3,3 Millionen,
davon 1,4 Millionen Russen
Eigentlich hätte alles ganz schnell gehen
sollen. Der deutsche Generalstab vertraute auf den vom deutschen
Generalstanbschef Helmuth von Moltke überarbeiteten Plan des ein Jahr zuvor
gestorbenen Generals Alfred von Schlieffen. Nach dem Schlieffen-Plan sollten
deutsche Truppen die Festungen Frankreichs weiträumig umgehen und in kurzer
Zeit Frankreich erobern. Eine schnelle Entscheidung im Westen hätte den
Vorteil gehabt, einen zermürbenden Zweifrontenkrieg zu vermeiden. Dadurch
würden Kapazitäten im Kampf gegen Rußland freigeworden. Die
öffentliche Meinung der Zeitungen und die breite Masse der Bevölkerung
entließen die Soldaten in einem wahren Freudentaumel in die kriegerischen
Auseinandersetzungen, und selbst die eiligst einberufenen Soldaten glaubten an
einen “Ausflug nach Paris”, der spätestens Weihnachten 1914
beendet sein würde. Der breite Optimismus, der am 01. August 1914 die
Generalmobilmachung begleitete, gründete in der Überzeugung an die
eigene nationale Stärke und militärische Überlegenheit.
Von deutscher Seite aus begann die Offensive
an der Westfront mit dem Überfall auf das neutrale Belgien. Doch die
Rechnung des deutschen Generalstabes ging nicht auf. Ende Oktober, Anfang
November 1914 kam die Offensive zum Stillstand. Der Widerstand
französischer Verbände führte zu einem Patt der
militärischen Kräfte. Aus dem Bewegungskrieg, der auf der
Niederwerfungstrategie basierte, war ein Stellungskrieg geworden. An der
Westfront begannen beide kriegführenden Parteien mit dem Bau von
kilometerlangen Schützengräben. Stacheldrahtzäune wurden gelegt,
und neben Minenfeldern verhinderte Trommelfeuer der neuen Maschinengewehre,
daß der Feind weder seine Stellungen verlassen noch angreifen konnte. Die
ungewohnte Welt der Schützengräben und des Stellungskrieges beschrieb
Erhard Kellermann in seinem Buch “Der Krieg unter Erde” auf
eindringliche Weise.
Die Situation war neu für die Soldaten.
Soweit das Auge reichte, sah man keine feindlichen Stellungen. Der 1. Weltkrieg
war zu einem Krieg gegen einen unsichtbaren Feind geworden.
Im Verlauf des ersten Weltkrieges entwickelte
sich das Nachrichtenwesen zu einer tragenden Säule der
Kriegsleitung.
Aus der Notlage des Stellungskrieges heraus
entwickelten Militärs die neue Strategie der Ermattung. Durch
fortwährende Angriffe sollten die Reserven des Feindes aufgebraucht werden.
Nur jene Nation, die über die größten Reserven verfügte,
sollte als Sieger aus der Materialschlacht hervorgehen. Ein Beispiel dafür
ist die Schlacht bei Verdun vom Februar bis zum Juni 1916. Auf beiden Seiten
starben
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